Der jetzige Pfarrort Hunolstein hat seinen Namen von der Burg Hunolstein. Dieses wurde von Berglicht aus seelsorglich betreut, bis 1569 der Pfarrverband Morscheid-Walholz im Landkapitel Piesport gegründet wurde. 1803 wurde W. selbständige Sukkursalpfarrei. 1821 erscheint es dann als Hunolstein im neuen Bistum Trier. Es hatte 1805-53 von der aufgehobenen Pfarrei Thalfang die Filialen Etgert und Rorodt. Als Pfarrkirche diente die in der Mitte zwischen den drei zur Pfarrei gehörigen Orten Hunolstein, Weiperath und Odert einsam gelegene Kirche Walholz. Wohnsitz des Seelsorgers war H. 1907 wurde dort eine neue Pfarrkirche errichtet. Die alte Kapelle aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit dreiseitigem Chorschloß wurde damals abgebrochen. - Lit: de Lorenzi I 119; Kd Bernkastel 211. - Pfarrbücher: Å ° + ab 1801 (KBA Å bis 1876; ° + bis 1849). Pfarrei mit 750 K (3 P, 1 sonst), 3 Mischehen Ñ fast nur Landw Ñ Bez Trier; Kr Bernkastel; Amt Morbach; EbSt Morbach 8 km; PA Morbach Ñ Odert Ñ Hunolstein; Postanschrift: Hunolstein über Morbach (Bez Trier); Telefon Morbach 167; PSch Kln 1078 66. Pfarrbezirk: Pfarrort: Hunolstein (450 m ü. M.) mit Mühle (1 km) 300 K (3 P). Filialorte: Weiperath (2,8 km) 337 K Ñ Odert (3,3 km) 113 K. Kirchen und Kapellen: Pfarrkirche (s.t.s. Joannis Bapt.) erb. 1907 durch Reg Baumstr. Schweitzer, Koblenz; konsekr. 27. Mai 1909 durch Bischof Michael Felix Korum; Orgel (11 Reg), 2 Glocken (14. Jh). Filialkirchen: Weiperath (s.t.s. Erasmi) erb. um 1750; mSS; 2 Glocken (1949). Odert (s.t.s. Blasii) erb. um 1750; 2 Glocken (1948). Alte Pfarrkirche Wahlholz (s.t.s. Mathiae) erb. um 1750.

Ehemalige katholische Pfarrkirche Walholz (s.t.s.Matthiae) In einem Wiesental zwischen Hunolstein und Weiperath steht einsam eine Kirche, die eine 800-jährige Vergangenheit aufweisen kann - die Walholzkirche. Ihr Alter sieht man ihr nicht an, da sie baulich noch in gutem Zustand ist. 800 Jahre diente sie den Bewohnern der umliegenden Ortschaften zu gottesdienstlichen Zwecken, bis im Jahre 1907 die neue Kirche in Hunolstein an ihre Stelle trat. Einsam und verlassen steht sie jetzt da. Bis 1970 wurden die Verstorbenen auf dem sie umgebenden Friedhof beerdigt. Im Jahre 1228 zuerst als Filiale der Pfarrei Berg-Licht. Beyer-Elester erwähnt, Mrh. Urkb. III S 280. "Das Domkapitel zu Trier reguliert das Einkommen des Plebanus der ihm inkorporierten Pfarrei Licht und des Filials zu Walholz. Der Probst, Dekan und das ganze Domkapitel in Trier entbieten allen, die gegenwärtigen Schreiben zur Einsicht nehmen, Gru§ und Heil. Allen diene zur Kenntnis, daß, nachdem wir die Kirche von Licht mit allen, was zu ihr gehört, unserem Refektorium einverleibt haben, wir das Einkommen des Geistlichen, der dort nach Empfang der Investitur den Gottesdienst versieht, derart festgesetzt haben, daß genannter Geistlicher von dem Zehnten des bisherigen Pastors als Einkommen für sich selbst sowie als Einkommen für den Geistlichen, der in der Kirche von Walholz celebriert, die der Kirche von Licht angegliedert ist, 45 Malter halb Korn, halb Hafer bekommt. Davon soll der Geistliche von Licht 25 Malter, der von Walholz 20 Malter haben. Au§erdem soll der Geistliche von Licht den gesammten kleinen Zehnten bekommen und die Vergütung, die ursprünglich dem Pastor zustand. Derselbe Geistliche aber soll dem Erzbischof und Archidiakon alle Rechte, sowohl für den Patron, als auch für den Pastor erfüllen, erledigen, zu denen der Patron verpflichtet ist. Der Pastor soll zu Reparaturen (Gebäude) bis zu zehn Solidi, das Kapitel dagegen solche die zehn Solidi übersteigen verpflichtet sein. Der Geistliche von Licht aber soll die zehn Solidi dazutun. Auch soll er unserer Kirche das Treueversprechen leisten, das er die Rechte genannter Pfarrei und der Trier. Kirche in jeder Beziehung nach Kräften und Wissen unverletzt erhalte. Zu unanfechtbaren Bestätigung bekräftigen wir mit unserem Siegel. Verhandelt anno Domini 1228 im Monat July." Die Inkowgawation der Pfarrei Licht fuitand das Domkapitel bedeutete, daß dieses bzw. in Mitglied darhalben Inhaber - Pastor - der Pfarstelle wurde, darum Einkünfte bezog, aber die Vaalfgen durch einen anderen Geistlichen ausüben ließ, der in der Regel Pleban genannt wurde. Die Pfarrei Licht war in damaliger Zeit ein sehr ausgedehnte und darum auch mittelmäßige Pfarrei. Zu ihr gehörten außer Berglicht die Dörfer Gräfendhron, Merschbach, Horath, Haag, Merscheid, Elzerrath, Hunolstein, Weiperath, Odert, Merscheid mit Gutenthal, Wolzburg, Hoxel, Ridenburg, da§ die heutige Pfarrei Hunolstein damals als Filiale zu Licht gehörte geht klar aus obriger Urkunde hervor. Die Zugehörigkeit von Merscheid nebst seinen jetzigen Filialen und Haag bezeugen die Visitationsprotokolle u. a. der von 1569, in dem Merscheid als Filiale von Berglicht bezeichnet wird. Das damals auch Morscheid mit seinen Filialen zur Pfarrei Licht gehörte folgt u. a. aus Stiftungen und Abgaben, die Morscheid noch bis in 18. Jahrhundert an Berglicht entrichten mußte. In dieser so ausgedehnten Pfarrei Licht gab es um 1228 nur zwei Kirchen zu Licht und Wahlholz. Wenn noch eine andere vorhanden gewesen wäre, hätten sie in der Urkunde erwähnt und der dort amtierende Geistliche auch benannt werden müssen. Daraus darf man wohl folgern, daß die Bewohner der damaligen noch kleinen und unerwähnten Orte, die näher bei Wahlhoz als Licht lagen, den sonntäglichen Gottesdienst in der Wahlholzkirche abhielten, war allen die von Morscheid den zugehörigen Orten, vieleicht auch die von Merscheid. Ob nicht gerade auch dieser Grund die Wahlholzkirche an eben dieser Stelle erbaut wurde, die fast genau im Mittelpunkt der am weitesten von Licht entfernten Orten liegt? Jedenfalls liegt Wahlholz mitten zwischen Hunolstein, Weiperath und Odert. Der Geistliche der um 1228 den Gottesdienst in Wahlholz hielt, wohnte wahrscheinlich in Berglicht, dem eigentlichen Pfarrort und kam zu Pferde oder mit Wagen an Sonn- und Feiertagen dorthin. So erzählen alte Leute noch, daß bei der Wahlholzkirche, des Friedhofes auf der Wiese, früher ein Schuppen oder Stall gestanden hätte, wo der Geistliche, wenn er von Berg geritten oder gefahren kam, sein Pferd unterstellte. Wann wurde nun die in obriger Urkunde erwähnte Wahlholzkirche erbaut? Aus der Urkunde selbst läßt sich auf diese Frage keine Antwort finden. Immerhin kann man annehmen, daß sie um 1200 erbaut wurde, was auch durch die damaligen Vorgänge und Verhältnisse bestätigt wird, die Marx in der Geschichte des Erzstiftes Trier folgendermaßen kennzeichnet: In ihrem bescheidenen Aussehen verrät nichts ihre lange und abwechselungsreiche Geschichte. Nur einige Urkunden, Aktenstücke und beiläufige Eintragungen in Kirchenbüchern geben uns spärliche Kunde über dieses Gotteshaus, das im Laufe der Jahrhunderte wiederholt renoviert bzw. vergrößert wurde. Beim Abriß der alten Walholzkirche soll die Epitaphanien der Grabdenkmäler zerstört worden sein. Der jetzige Bau wurde im Jahre 1760 in massiven Bruchsteinmauern ausgeführt und sogar das Gewölbe besteht aus einer dicken Schicht von Bruchsteinen. Trotzdem weist es einige Risse auf, die durch ein Erdbeben am 19. Juli 1846 verursacht wurden. Bei diesen damaligen Erweiterungsbau entstand wegen der Platzfrage, wie auch später bei dem Neubau der Pfarrkiche in Hunolstein, zwischen den Pfarrangehörigen von Weiperath und Hunolstein ein heftiger Streit. Er war so erbittert, daß die Bischöfliche Behörde in Trier mit einer ungewöhnlich scharfen Maßnahme eigreifen mußte. Sie belegte die Kirche bzw. die Pfarrei Wahlholz mit dem Interdikt, d. h. der Gottesdienst und die Spendung der Heiligen Sakramente in der Kirche wurde untersagt. Wie ein altes Kirchenbuch, das sich jetzt in staatlichem Besitz auf Schloß Liblar in Westfalen befindet, dauerte dieser Zustand von 1759 bis 1760. Die Toten der Pfarrei Wahlholz, d. h. der drei obengenannten Dörfer, durften nicht auf dem Friedhof bei der Wahlholzkirche beerdigt werden, sondern mußten in die Nachbarpfarrei nach Morscheid oder Gutenthal zur Bestattung gebracht werden. Ebenso mußte man die Kinder zur Taufe dorthin bringen, dort den Gottesdienst besuchen und die Heiligen Sakramente empfangen. Offenbar haben die Hunolsteiner, welche schon damals die Kirche in ihrem Ort erbaut haben wollten, schlie§lich nachgegeben und so wurde das Interdikt Ende 1760 wieder aufgehoben. Aus welcher Zeit stammt nun die erste Wahlholzkirche? Sicher ist, daß es schon im Jahre 1228 eine Wahlholzkirche an der jetzigen Stelle gab. Dies bezeugt eine Urkunde, die der Probst, der Dekan und das Domkapitel in Trier im genannten Jahre ausgestellt haben und in der mitgeteilt wird, daß die Kirche von Licht damals "Litf" genannt, mit ihren Zugehörungen ihrem Refektor inkorporiert worden sei , d. h. daß das Domkapitel das Recht hatte, den Pfarrer an obiger Kirche zu ernennen und einen Teil der Pfunde zu beziehen. Der Pfarrei Wahlholz angegliedert worden war sodann in einem Kapitelsbericht des Dekanates Piesport, zu dem die hiesigen Pfarreien damals gehörten, neben den Pfarrern Heinrich in Gerg, Petrus in Bischof Dhron ein Pfarrer Jakob in Wahlhoz als Teilnehemer genannt. Nach dem Visitationsprotokoll von 1569 war damals Wahlholz Hauptpfarrkirche und Morscheid mit St. Cuno und Gutenthal Annexkirchen von Wahlholz. Mit den angeführten Zeugnissen dürfte für Wahlholz der Charakter als Pfarrkirche einwandfrei erwiesen sein. Die Verleihung dieses Charakters dürfte etwa um 1300 erfolgt sein. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verlagerte sich der pfarrliche Mittelpunkt von Wahlholz nach Morscheid. Die Pfarrei Wahlholz war über 200 Jahre vakant und wurde von dem Geistlichen in Morscheid pastoriert. Die vereinigte Pfarrei Wahlholz-Morscheid umfaßte die Orte Morscheid, Riedenburg, Wolsburg Hoxel, Gutenthal, Odert, Weiperath und Odert sowie eine große Anzahl von abseits liegenden Mühlen. Daß es für einen Geistlichen sehr schwer war einen so ausgedehten Seelsorgebezirk zu pastorieren, liegt auf der Hand. Pastor Anton Klee, der von 1745 bis 1789 in Morscheid war, hat die Schritte gezählt und aufgeschrieben, die er von Morscheid aus zu den Orten, in denen Kapellen waren, machen mußte: nach Riedenburg 1800 Schritte, nach St. Cuno 1040, nach Wahlholz 5300 und nach Gutenthal 3950 Schritte. Auch die Nachbarpfarrei Bischofsdhron hatte damals eine ähnlich große Ausdehnung. Für die bürgerliche Verwaltung bestanden im späteren Mittelalter bis zur französischen Revolution die zwei Ämter Hunolstein und Baldenau. Das Amt Hunolstein umfaßte die Ortschaften Hunolstein, Berglicht, Gräfendhron, Elzerath, Gonzerat, Gutenthal teilweise, Haag, Merscheid, Weiperath, Odert und Riedenburg. Zum Amt Baldenau gehörten: Bischofsdhron, Wenigerath, Hinzerath, Hundheim, Morbach, Hoxel, Gutenthal teilweise, Rapperath, Heinzerath, Merschbach, Wederath, Longkam und Kommen. Wie man sieht, umfaßten die beiden Ämter keinen geschlossenen Bezirk, sondern überschnitten sich. Die zum Amt Hunolstein gehörigen Orte waren von früher her den Vögten von Hunolstein, die zum Amt Baldenau gehörigen Dörfer dem Erzbischof dienst- und abgabepflichtig. Sogar war in einigen Dörfern, wie Gutenthal, ein Ortsteil dem Amt Hunolstein, der andere dem Amt Baldenau zugeteilt. Um den durch die große Ausdehnung der beiden Pfarreien und die ungünstige Lage der Pfarrorte bedingten Schwierigkeiten für die Pastoration abzuhelfen, ordnete Erzbischof Jakob von Eltz im Jahre 1573 eine Umgestaltung der Pfarrsprengel in den beiden Ämtern Hunolstein und Baldenau an. Im Amt Baldenau sollten die zwei Pfarreien Hundheim und Rapperath, im Amt Hunolstein die beiden Pfarreien Gräfendhron und Gutenthal an Stelle der bisherigen errichtet werden. Diese Neuregelung wäre von rein örtlichen Gesichtspunkten aus gesehen wohl zweckmäßiger gewesen, ließ aber die überlieferten Verhältnisse ganz außer acht und erregte deshalb bei dem überwiegenden Teil der Bevölkerung große Unruhe und heftigen Widerspruch, besonders auch in der Pfarrei Morscheid-Wahlholz. Die Gutenthalter waren naturgemäß damit sehr einverstanden und an einem Sonntag fuhren einige Männer des Orte heimlich mit einem Fuhrwerk nach Wahlholz, holten dort den Taufstein und stellten ihn in ihrer Kapelle auf. Dadurch kam es bei den Pfarrangehörigen von Wahlholz zu großer Empörung und Protest in Trier. Um die Gemüter zu besänftigen, schickte der Erzbischof einen Geistlichen namens Knauff aus dem Kloster Prüm nach Morscheid, der die pfarrlichen Verhältnisse in Augenschein nehmen und prüfen sollte, ob die Neuregelung durchführbar sei. Diese Prüfung fiel nach dem noch vorhandenen Bericht negativ aus und ergab, daß nur Gutenthal dafür alle andern Dörfer aber dagegen seien. In dem Bericht wird u. a. erwähnt, daß die zwei Pfarreien Morscheid und Wahlholz von einem Geistlichen pastoriert würden, der in Morscheid wohnte und den sonntäglichen Gottesdienst abwechselnd in Morscheid und Wahlhoz halte. Damals kannte man noch keine Bination, so daß der Geistliche an Sonn- und Feiertagen nur eine Heilige Messe halten durfte. In dem Bericht heißt es ferner, daß an den vier Hauptfesten: Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Mariä Himmelfahrt die Heilige Messe immer in Wahlholz gehalten werde, woraus ersichtlich ist, daß die Kirche bzw. Pfarrei Wahlholz als die ältere gegenüber der Kirche und Pfarrei Morscheid das Vorrecht hatte. Von 1756 ab erhielt der Pastor in Morscheid einen Kaplan zugewiesen, der hauptsächlich die Pfarrei Wahlholz pastorierte. Im Jahre 18O3 wurden die beiden Pfarreien getrennt und so erhielt Wahlholz wieder einen eigenen Pastor, nachdem man in Hunolstein durch Kauf ein Pfarrhaus erworben hatte. Von da ab wurde die Pfarrei nicht mehr Wahlholz, sondern nach dem Pfarrort Hunolstein benannt. Die Wahlholzkirche blieb aber, wie oben erwähnt bis 19O7 Pfarrkirche, in welchem Jahre in Hunolstein eine neue Kirche erbaut wurde. Die Geschichte der Pfarreien des Bistums Trier von De Lorenzi enthält über die Pfarrei Hunolstein folgenden kuzen Bericht: In Walholz soll sich nach Thiel S. 230 ein Sakramentenhäuschen aus dem Jahr 1392 befunden haben. Von den beiden Glocken aus dem Jahre 1857 und 1888 wurde die größere im Weltkrieg abgeliefert. Die alten Glocken wurden in die neue Kirche in Hunolstein übertragen. Eine Glocke auf der der Name"Thalfang" stand, soll laut Mitteilung des dortigen Kirchenbuches aus dem Jahre 1752 nach Walholz in "comitatu Hunsteinsi" gekommen sein: Fröhlich S. 81 Der Friedhof, der 1569 instandgesetzt werden sollte (Hüllen: Trier. Archiv IX S. 68) enthält einige einfache Steinkreuze des 17. und 18. Jahrhunderts mit verwitterten Inschriften. Laut den Aufzeichnungen von Pfarrer Knob soll derFriedhof 1622 genemigt worden sein. Im Jahre 1828 stand noch ein Altar aus der alten Walholzkirche stammend auf dem Friedhof. Die Altarinschrift auf dem nicht mehr vorhanden, der sich ehemals wohl in Walholz befunden, später auf dem Friedhof stand, hat folgenden Wortlaut: "Dreieinigkeit der einige Gott möge sich unserer erbarmen Anno 20. Sept. 1622Der edle und ehrenwerte Edelherr Theodor von Horst in der größten Kirche Cap. Mathias St. Agatha von Trier. ??" Im Jahre 1803 wurde Hunolstein mit Weiperrath und Odert eine halbständige Pfarrei, deren erster Pfarrer Feilen wurde. Vorher war mehrere Jahrhunderte hindurch Hunolstein bzw. Walholz mit Morscheid vereinigt und der Pfarrer von Morscheid war zugleich Pfarrer von Walholz. Es läßt sich zwar beweisen daß Walholz vor derVereinigung mit Morscheid halbständige Pfarrei, ja daß damals Morscheid Filiale von Walholz war. In einer Abhandlung über die Entstehung derPfarreien des Bistumes Trier - veröffentlicht in denTrierer Jahrbüchern - werden für die im Landkapitel Piesport innerhalb unses jetzigen §§§: 1. Im Jahre 1300 nur drei Pfarreien erwähnt: Berglicht, Talfang und Bischofsdrohn. Damals gehörten die jetzigen Pfarreien Horath, Haag, Merscheid, Hunolstein, Morscheid noch alle als Filialen zu Berglicht. Vormals war jedoch außer den Kirchen in Licht undWalholz auch eine in Morscheid gewesen die im Jahre1329 erstmals in einer Urkunde erwähnt wird. 2. In der Taxa generalis, die um 1330 zur Feststellung von kirchlichen oder staatlichenAbgaben erstellt wurde, werden vier Pfarreien nämlich Berglicht, Bischofsdron, Thalfang und Walholz-Hunolstein genannt, demnach wurde kurz vor 1300 Walholz halbständige Pfarrei. Auszüge aus dem Kirchenbuch Hunolstein. Das älteste Lagebuch, das ich gefunden habe, hat Pfarrer Plum als Pfarrverwalter im Jahre 1735 geschrieben. Er bemerkte jedoch, daß noch von 1639 und eines von1697 verhanden war, die durch Krieg und Brand verlorengegangen seien. Alle gestifteten Jahrgedächtnisse sind im Lagebuch eingeschrieben. Einige Pfarr- und Fabrikgüter sind hier verzeichnet. Wann und von wem sie gestiftet wurden, das wissen wir nicht. Hunolstein wurde erst im Jahre 1803 eigene Pfarrei und nannte sich Wahlholz-Hunolstein. Zur Pfarrei gehörte Weiperath und Odert. Erster Pfarrer wurde Johann Peter Feilen. Vorher war Hunolstein beziehungsweise Wahlholz mit Morscheid vereint. Pfarrort war Morscheid. Es läßt sich zwar klar beweisen, daß Wahlholz vor der Vereinigung mit Morscheid eigene Pfarrei war, ja das Morscheid sogar Filiale von Wahlholz war. Die Pfarrer In der Pfarrei Wahlholz findet 1468 erstmals ein Pfarrer JAKOB urkundliche Erwähnung. Diese Angabe stammt von De Lorenzi der ihn als ersten Pfarrer nennt. Leider ist eine Quellenangabe nicht gemacht. In der Doppelpfarrei Morscheid-Wahlholz: 1569 Pfarrer Georg Hontheim erster Pfarrer der Doppelpfarrei. 1575 Pfarrer Jong (Gorg Jörg) Er war Zeuge als sich die Gutenthaler auf einem hohen Festtage den Taufstein von Wahlholz aneigneten, um sich so das Pfarrecht zu sichern, gegen den Wiederstand der Hunolsteiner. 1586 Pfarrer Johannes Denzer (Dentzer) von Senheim 1637-1662 Pfarrer Hubert Mercator (Merkator) 1662-1684 Pfarrer Peter Valerius 1684--1689 unbesetzt 1689-1720 Pfarrer Niklas Burgvom Kloster Bier bei Luxemburg. 1720-1729 Pfarrer Peter Faber Er stammte aus Haag. Er hieß eigentlich Peter Schmitt und lateinisierte seinen Namen 1729-1740 Pfarrer Neys Er vertrieb seinen Vorgänger, wurde jedoch nach drei Jahren wahnsinnig. Er starb 1740. 1732-1740 Pfarrverwalter Nikolaus Plum (Blum) 1740-1744 Pfarrer Niklas Schomer 1744- Pfarrer Probst aus der Diözese Mainz 1745-1789 Pfarrer J.Anton Klee Er war um 1713 in Wollmerath geboren. Er gründete die ÒBruderschaft von der Heiligsten Dreifaltigkeit", die von 1747 bis 1830 in der Pfarrei Morscheid bestand. Unter ihm wurde eine neue Kirche WAHLHOLZ 1760 gebaut. Ferner hatte er zwei Kapläne einer von ihnen war Johann Baptist Münick, geb.1761 zu Ochtendung, gew.1786 der Wahlholz betreute. 1790-1802 Pfarrer Wilhelm Klinker Er war geboren zu Kaisersesch Im Jahre 1803 erfolgte eine Neuordnung der Pfarreien aufgrund der Napolonischen Herrschaft. In diesem Zusammenhang wurde Wahlholz halbständige Pfarrei. Erster Pfarrer der Pfarrei WAHLHOLZÑHUNOLSTEIN wurde 1802-1839 Pfarrer Johann Peter Feilen aus Neumagen-Drohn. Er war 36 Jahre auf dieser Stelle. Da in Hunolstein noch kein Pfarrhaus vorhanden war, wohnte er zuerst in Miete, wahrscheinlich bei Famamilie Gauer. Unter ihm wurde das Pfarrhaus gekauft, das in Hunolstein unter dem Begriff "Härre"-Haus bekannt ist. Dieses Haus liegt in der Mitte des Dorfes, so daß auch in dieser Hinsicht der Pfarrer Mittelpunkt des Dorflebens war.Während seiner Amtszeit wurde auch imJahre 1838, in der Nacht vom 5. auf 6. Oktober, in die Kirche Wahlholz eingebrochen. Pfarrer Feilen starb am 9. Mai 1841 im Alter von 74 Jahren. 1.11.1839 -1841 kein Pfarrer. Die Pfarrei wurde von Haag und Merscheid aus verwaltet. 1841-1851 Mathias Georg Schneider aus Rengen bei Daun. Er starb am 17. Februar 1851 in Hunolstein im Alter von 55 Jahren. Am 20. Februar 1851 wird er um 10 Uhr auf dem Friedhof Wahlholz beerdigt. Er wird der einzige Pfarrer bleiben, der in Hunolstein seine letzte Ruhe findet. 1851-1852 Pfarrer Lambert Hildesheim Er gründete die "Erzbruderschaft von unbefleckten Herzen Mariae." Er starb am 21. November 1858 in Oberzissen im Alter von 58 Jahren. 1853-1863 Pfarrer Philipp Engels verließ die Pfarrei im Jahre 1863. Er war in Kerpen bei Niederehe geboren und starb am 20. Januar 1871 in Bernkastel. 4.7.1864-1869 Pfarrer Wilhelm Unschuld Er ist am 7. Juli 1906 in Monreal im Alter von 73 Jahren gestorben. 9.4.1870-1872 Pfarrer Wilhelm Hilsamer Er stammte aus Keim und ist in Besch am 27. August 1903 im Alter von 64 Jahren gestorben. 1873-1874 Pfarrer Jakob Thom der infolge der Maigesetze seiner Stelle verlustig erklärt wurde und lange im Exil leben mußte. Er verstarb am 26. Mai 1909 in Ernst. 1874-1884 Pfarrverwaltung 20.4.1884 Kommunionbild unterschrieben von Pfarrer Michels diese Feier fand in der Wahlholz-Kirche statt. 1884-1894 Pfarrer Lambart Bernardy Er stammte aus Essingen bei Rockeskyll. Unter seiner Amtszeit wurde das "Exehomo und Wendelinus" Ölgemälde vom Maler Steffchen in Trier im Jahre 1885 zu 45 gemalt worden. Pfarrer Bernardy wurde im Jahre 1894 nach Kruchten versetzt und starb am14. Februar 1916 im Alter von 68 Jahren in Trier. 1894-1899 Pfarrer Anton Zilz Er war in Niederspay geboren. In den letzten Lebensjahren war er erblindet. Er starb im Alter von 77 Jahren am 23. Dezember 1940 in Rheinbrohl 1899-1906 Pfarrer Johann Maur 1906-1936 Pfarrer Johann Zimberger Mit ihm kam der rechte Mann zur rechten Zeit. Unter seiner Amtszeit wurde die Kappele in Hunolstein abgerissen und die heutige Pfarrkirche gebaut. Er starb am 8. Januar 1939 im Alter von 61Jahren in Boppard. Pfarrer Zimmberger stiftete auch eine Glocke 1908, die seinen Namen trug. Diese Glocke wurde jedoch während des Krieg abgeholt und eingeschmolzen. 1936-1946 Pfarrer Johannes Katgeli Er stammte aus Saarlautern. 1946-1954 Pfarrer Peter Thom 1954-1966 Pfarrer Alois Reuber 1968-1977 Pfarrer Pater Dr. Hans van der K O E L E N MSF Seit dem 6.2.1976 wird die Pfarrei wieder verwaltet. Anm.:Nachruf Pfarrer Kasper ab August 1980 die Pfarrei Hunolstein. Kapelle zu Hunolstein In der Mitte meines Heimatdorfes Hunolstein stand seit Jahrhunderten bis zum Herbst 1907 eine Kapelle, die das Dorfbild wesentlich prägte. Sie stand an der Stelle, an der vormals die ehemalige Burg- oder Schlo§kapelle zuliegen kam. Eine zur Burg gehörigen Vorgängerbau wird unter anderem im Urkundenbuch der Vögte von Hunolstein von Toepfer zweimal erwähnt. Dies in den Jahren 1433 und 1457. In der Urkunde vom 18. Februar 1433 heißt es unter anderem: Nicolaus Vogt und Herr zu Hunolstein belehnt den Ludwig Zant von Merle, Vogt in Hamme, mit einem hunolsteinischen Burglehen "das ist die Hofstatt gelegen in Hondestein gegen der Capellen über, hinder deme putze." In einer zweiten Urkunde Toepfer heißt es unter anderem: Ludwig Zant von Merle, Vogt in Hamme, von Heinrich Vogt und Herren zu Hunolstein zu Lehen erhalten zu haben: "solich Burglehen, ich von sinem vater seligen und der herrschaft von Honoltstein hynder dem putze gen der Capelle über" usw. (1457 Februar 21)" Nach diesen beiden Urkunden stand also eine Kapelle in der Mitte des jetzigen Dorfes Hunolstein, wo auch die spätere stand. In den Bauakten des Schlosses Hunolstein von 1513 wird ebenfalls eine Burgkapelle erwähnt, darin heißt es unter anderem: Ein Mann hat sieben Tage an dem Windelstein vor der Kapelle gearbeitet, ebenfalls ein anderer auch sieben Tage. Wann wohl dieses Gotteshaus, das wohl ausschlie§lich Burg- und Schloßkapelle war, erbaut wurde, ob zugleich mit der Burg, also 1190, oder später, darüber ist leider nichts zu ermitteln. Auch über ihr späteres Schicksal ist uns nichts bekannt. Wahrscheinlich, wenn nicht sicher, hat sie aber das Schicksal der Burg geteilt und wurde in den Jahren 1635 bis 1637 zerstört. Nach Zerstörung der Burgkapelle konnte die zum größten Teil gerade hier ausgerottete und arme Bevölkerung so schnell keine neue Kapelle bauen. Sie mußte sich zuerst zahlenmäßig und wirtschaftlich erholen. Darüber ging ein halbes Jahrhundert ins Land. Der Neubau wurde vermutlich unter Pastor Nikolaus Burg in Angriff genommen. Burg war von 1689 bis 1720 Pfarrer zu Hunolstein. Die Steine zum Bau, die an Ort und Stelle lagen, konnten aus den Ruinen der Oberburg verwendet werden. Da§ die Kapelle um diese Zeit erbaut wurde, geht auch aus einer Notiz im Hunolsteiner Kirchenbuch hervor. Wir finden dort im Bericht des Herrn Pastors Johann Peter Feilen, der von 1804 bis 1841 in Hunolstein Pfarrer war, aus dem Jahre 1828 folgende Eintragung: Hier in der Kapelle ist eine Glocke mit folgender Inschrift: "INVOCO CREATOREM ET SPONSAM CHRISTI CATHARINAM! CONVOCO POPULUM! DIVINA VIRTUTE CUNCTA NOCIVA REPELLO. Mathias Freiwald goß mich 1693." (Anrufe ich den Schöpfer und Christi Braut Catharina, zusammen rufe ich das Volk, mit Gottes Kraft verjage ich alles Schädliche). Diese dankenswerte und bedeutsame Notiz hellt uns die sonst so dunkle Geschichte unserer Dorfkapelle auf. Wenn die Kapelle im Jahre 1693 eine neue Glocke bekam, so folgt daraus, daß sie vermutlich um diese Zeit wieder neu aufgebaut wurde. Patron der Kapelle war der Heilige Medardus, Bischof von Noyon, gestorben etwa 560. Er wurde im Mittelalter vielfach mit offenem Mund dargestellt, weshalb das "Lachen des Medardus" sprichwörtlich war und er bei Zahnschmerzen angerufen wurde. Sein Tag, der 9. Juni, galt in den Bauernregeln als Wettertag. Wohl aus diesem Grunde wurde er als sogenannter Bauernheiliger zur Hilfe gegen sommerliches Unwetter zum Patron gewählt. Unter Pastor Philipp Engels, der von 1853 bis 1864 Pfarrer zu Hunolstein war, wurden im Jahre 1855 zwei neue Statuen für die Kapelle angeschafft. Eine Statue der Mutter Gottes und eine des Heiligen Rochus. Die Statue des Heiligen Rochus stand auf der Epistelseite des Altars. Er war dargestellt als Pilger mit Pestbeulen am entblößten Oberschenkel und einem brotbringenden Hund. Seit dem 15. Jahrhundert wurde der Heilige Rochus zu den volkstümlichen Heiligen gezählt und den 14 Nothelfern zugerechnet. Er wurde besonders gegen die Pest angerufen, da er auf einer Pilgerreise nach Rom selbst von der Krankheit befallen und in einer Waldhütte von einem Hund mit Brot versorgt wurde. Unter Pastor Lambert Bernardy, der die Pfarrstelle von 1884 bis 1894 inne hatte, wurde im Jahre 1887 die Kapelle neu gedeckt, getüncht und sonstige notwendigen Reparaturen vorgenommen. Ferner wurde während seiner Amtszeit im Jahre 1892 ein Kreuzweg beschafft, der sich als einziger †berrest der Kapelle in der heutigen Pfarrkirche befindet. Auch haftete der Hunolsteiner Kapelle der bauliche Charakter dieser Zeit an. Von Hans Vogts wird der Kapellenbau wie folgt beschrieben: "Es handelt sich um einen zuletzt verputzten Bruchsteinbau mit dreiseitigem Chorschluß, gewölbter Holzdecke, vierseitigem Dachreiter und auf Holzstützen ruhender Westempore. Das äußere der Kapelle ist durch eine Federzeichnung von Behr festgehalten worden. Behr zeichnete die Kapelle am 18. Dezember 1905. Das Original befindet sich heute im Landesamt für Denkmalpflege in Mainz." An der oberen Au§enmauer hing der sogenannte "Kasten", in dem die öffentlichen Lokalbekanntmachungen und auch die standesamtlichen Eheaufgebote ausgehängt wurden. Um die Kapelle war der beliebte Spielplatz der Kinder, besonders auch das sogenannte "Häuschen", das als Vorraum an der Westseite angebaut war und zu dem eine hohe Steinmauer hinaufführte. Die Kapelle diente den Dorfbewohnern an Sonn- und Feiertagen sowie den ganzen Winter hindurch zum täglichen Rosenkranzbeten. Auch wurde nach Gelegenheit in der Woche wechselweise mit anderen Orten in der Kapelle Messe gelesen. Ferner wurden gestiftete Ämter darin gehalten. Die Kapelle wurde leider der neuen Kirche geopfert. Im Herbst 1907 rief Pfarrer Johann Zimberger die Dorfgemeinschaft zusammen und ließ die Kapelle abreißen, wobei sich zeigte, daß die Mauern und vor allem der Turm, der sonst beim Läuten und starkem Wind ins Wanken geriet, sich beständig den Abri§versuchen zur Wehr setzte. Das Niederreißen erfolgte in der Absicht, bei den immer noch vorhandenen Widerständen gegen den Kirchenneubau vollendete Tatsachen zu schaffen. Dadurch wurde jedoch der Zustand herbeigeführt, daß das Allerheiligste im Pfarrhaus aufbewahrt werden mußte und der Gottesdienst auch dort abgehalten wurde. So hatte diese Kapelle ihre Geschichte und war jahrhundertelang mit dem Leben der Dorfbewohner aufs engste verknüpft. Sie war nicht nur räumlich, sondern auch im Ablauf des Lebens eines jeden Einzelnen der Mittelpunkt des Dorfes. Katholische Pfarrkirche (s.t.s. Johannes der Täufer) Mitte Juni 19O7 wurde mit dem Bau der Pfarrkirche begonnen. Am 18. August 19O7 war die Grundsteinlegung. Am 25.8.19O8 Einweihung der Kirche. Am 27.5.1909 Consecration durch den Bischof Korum. Die Planung der Kirche wurde durch Leopold Schweitzer aus Koblenz, seines Zeichens Regierungsbaumeister, vorgenommen. Hunsrücker. Mitte Juni 1907 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, wobei alle Hunolsteiner Familien unentgeltlich mithalfen. Da die Kapelle abgerissen war, wurde das Allerheiligste im Pfarrhaus aufgebahrt. An Markt- und Sonntagen wurde die Heilige Messe im Pfarrhaus zelebriert. In den Bauackten sind folgende Firmen aufgeführt: Maurerarbeiten Matthias Knob (Hunolstein) Steinmetzarbeiten Heinzkill & Mack Dennlingermühl (Cordel) Matthias Niklous Schmitz (Dudeldorf) Zimmerarbeiten Wilhelm Nikloaus Weyh (Hergenfeld) Klempnerarbeiten Andreas Stronvelle (Morbach) Schlosserarbeiten Johann Adam Rößler (Hunolstein) Die Kosten für den Bau betrugen 49.683,67 Mark. Die Inneneinrichtung schlug mit 32.694,47 Mark zu Buche. Diese Arbeiten wurden von folgenden Firmen ausgeführt: Kommunionbank, Kanzel und Beichtstuhl Gebrüder Port (Münstermaifeld) Bänke und Sakristeischrank : Schreiner Thomas Schuh (Morbach) Hochaltar und Aufbau (1910) Firma Mettler (Morbach) Orgel (1910) Firma Gerhard (Boppard) Montranz Firma Lürenbaum (Trier) Innenausstatung der Pfarrkirche: In einem Inventarverzeichni§ von 1869, die Wahlholz Kirche betreffend, finden wir ein Kreuz, das sich jetzt als Misionskreuz außen an der jetzigen Kirche befindet. Auf dem Sockel steht die Inschrift: Rette deine Seele Zur Erinnerung an die Heilige Mission vom 4.bis 11 Juni 1911Ó Um den Chorbogen befand sich eine Beschriftung mit folgendem Text: "Komet, lastet uns anbeten und niederfallen vor dem Herrn der uns erschaffen wir sind sein Volk und die Schäflein seiner Weide.Ó Das Holzkreuz, das heute über dem Taufbecken hängt befand sich an der ersten Säule rechts von vorne. Die Statuen des heiligen Matthias befanden sich rechts des Chorbogens, die der heiligen Barbara links davon. Der Kreuzweg ist der einzige Überrest aus der ehemaligen Kapelle, die 1892 angeschafft wurde. Das Pfarrhaus Hunolstein Erwerb eines Pfarrhauses Da noch kein Pfarrhaus vorhanden war, wohnte Pfarrer Feilen zunächst noch in Miete, wahrscheinlich bei Familie Gauer. Lange Verhandlungen waren mit Morscheid erforderlich. Im Jahre 1813, also zehn Jahre nach Behelf, wurde ein Pfarrhaus in Hunolstein gekauft. Es war das Haus der Geschwister beziehungsweise Erben Petri, das in der Mitte des Dorfes zu liegen kam. 1886 wurde es an die Familie Peters verkauft. Um 1900 gehörte es dem Nikolaus Peters und seiner Ehefrau Margarethe, dem es 1903 abbrannte. Er baute es geräumiger, größer wieder auf. Jetzt gehört es seinem Sohn Kunibert. In den 30-iger Jahren trug es die Haus-Nummer 15. Noch immer trägt es, von seiner früheren Bestimmung her, die Bezeichnung "Härehaus". Akt über den Kauf des Pfarrgarten-Grundstückes in Hunolstein. Heute den 28. Oktober tausendachthundertsechzehn haben gegenwärtige Parthien, im Beisein des Herrn Pastor Klinker von Piesport und des Johannes Klasen von Hunolstein als Zeugen, einen aufrichtigen Kauf geschlossen: nämlich Herr Mathias Joseph Hayn im Josephhofe zu Graag verkaufte für eigentümlich und unwiederruflich dem Johann Peter Feilen Pastoren zu Hunolstein ein Stück von seinem daselbst in den Leimkaulen gelegenen Landes zur Anlegung eines Gartens, unten zu Term Herr Verkäufer, oben der gemeine Weg, enthalten vierzig vier Ruthen, für die Summe neunzig sechs Franken dreißig centimes, sogleich zu bezahlen. Daß dieses alles der Wahrheit gemäß sei, beurkunden Verkäufer, Käufer und Zeugen mit ihrer eigenhändigen Unterschrift. also geschehen wie oben gez. Math. Jos. Hayn Joh. Peter Feilen als Käufer


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